Regeln für die Lüftung von Wohnungen

Bei der Lüftung einer Wohnung müssen einige Regeln beachtet werden, damit keine Schimmelpilzbildungen entstehen können. Dieses Wissen ist im Zuge der Herstellung von dichteren Fenstern und energiesparenden Wohnungen immer wichtiger geworden. Bei alten Wohnungen, die häufig undichte Fenster aufweisen, findet meist durch die undichten Fensterfugen ein hoher Grundluftwechsel statt, sodass nur wenig zusätzlich gelüftet werden muss. Die Lüftung über Undichtigkeiten ist jedoch insbesondere von der Art der Undichtigkeiten sowie den Klimabedingungen und der Windanströmung abhängig. Ein gleichmäßiger Luftaustausch kann hierdurch nicht erzielt werden. Außerdem muss bei Undichtigkeiten durch einströmende Kaltluft mit unbehaglichen Situationen durch Zugerscheinungen gerechnet werden.

 

Lüftungsregeln für die Wohnungslüftung

 

 

Für eine ausreichende Wohnungslüftung müssen folgende Lüftungsregeln beachtet werden:

 

·         Wohnräume sollten in Abhängigkeit vom Feuchteanfall und Außenklima mindestens zwei- bis viermal pro Tag gelüftet werden.

 

·         Grundsätzlich sollte durch Stoßlüftung, das heißt vollständiges Öffnen der Fenster, gelüftet werden.

 

·         Eine Lüftung durch Kippen der Fenster muss während der Heizperiode vermieden werden.

 

·         Räume mit hoher Feuchteproduktion, wie Bad oder Küche, müssen unmittelbar nach Benutzung durch Öffnen der Fenster in den betroffenen Räumen nach außen gelüftet werden. Gegebenenfalls muss der Lüftungsvorgang mehrfach wiederholt werden, um die Raumumschließungsflächen auszutrocknen.

 

·         Warmfeuchte Luft aus Bad oder Küche darf nicht in die Wohnräume gelüftet werden.

 

·         Kühlere oder unbeheizte Räume dürfen nicht durch Offenlassen der Türen zu Wohnräumen temperiert und gelüftet werden. Diese Räume müssen separat beheizt und gelüftet werden.

 

·         Ein Beschlagen der Fensterscheiben ist ein Zeichen, dass die relative Luftfeuchte deutlich über 60 % angestiegen ist und dringend gelüftet werden muss.

 

·         Während des Lüftens müssen die Heizkörper abgestellt werden.

 

·         Zur Abführung der Baufeuchte muss bei Neubauten in den ersten zwei Heizperioden vermehrt geheizt und gelüftet werden.

 

Tipp: Einbau von Fensterfalzlüfter

 

Der Einbau von Fensterfalzlüftern erhöht den Grundluftwechsel in Wohnungen ohne aktive Fensteröffnung.

 

Solche Fensterfalzlüfter können bei neuen Fenstern bereits fabrikmäßig eingebaut werden. Sie werden unsichtbar in die Fensterfälze integriert und sorgen allein durch die Druckdifferenz zu einem Mindestluftwechsel in Wohnungen. 

 

Auch der nachträgliche Einbau ist möglich, sodass auch ältere Fenster mit solchen Lüftungssystemen nachgerüstet werden können.

 

Fensterfalzlüfter sind energiesparend und optisch unauffällig. Sie lüften die Wohnung auch bei Abwesenheit der Bewohner und reduzieren deutlich das Schimmelpilzrisiko in Gebäuden. 

 


 

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